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Altenhammstraße:

Die FWA sind – abgesehen von der bereits angefragten Fahrradstraße und/oder gegebenenfalls einer Tempo-20-Zone – gegen Einzellösungen. Vielmehr sind die FWA überzeugt, dass die Lösung für die Probleme der betroffenen Anwohner in einem Maßnahmenbündel liegt. Stichworte: Dorfentwicklung, weitergehende Entlastungsmöglichkeiten, Stellplatzverordnung.

Artenschutz:

Das größte Artensterben seit dem Verschwinden der Dinosaurier ist bereits in vollem Gange. Für den Artenschutz setzten sich die FWA daher sehr aktiv ein. Das fängt realpolitisch bei uns damit an, dass wir uns vor allem für Schutzgürtel entlang von Gemeinde- und Kreisflächen stark machen. Potenziale finden und umsetzen, das heißt bei uns „Anpacken und Selbst machen!“. Die künftige Einbeziehung der Landwirtschaft auch auf Gemeindeebene und nicht nur auf Kreisebene ist unabdingbar für den Artenschutz. Hier sehen wir auch in den kommenden fünf Jahren akuten Handlungsbedarf. Vorbild könnte die „Ökoregion Kaindorf“ sein (für weitere Infos hierzu steht Frank Holtrup parat).

Bahnstrecke:

Hier werden wir alle – auch unkonventionelle – Hebel in Bewegung setzten, um den zweiten Gleisausbau zu forcieren. Dass dieser nicht jetzt schon in der Umsetzung ist, zeugt vom bisherigen Versagen der Entscheider-Gremien. Vor allem auch im Hinblick auf die notwendige Verkehrswende wäre die Beibehaltung einer Verbindung im Ein-Stunden-Takt zu überhöhten Preisen absurd.

Bauen

Eines vorab: Es wird gerade zu diesem Themenspektrum, das viele Bürger bewegt, von vielen Seiten viel versprochen. Die dadurch geweckten Erwartungen können jedoch in einem solchen Umfang nicht erfüllt werden. Die Freien Wähler Ascheberg wollen nichts versprechen, was nicht zu halten ist. Dies vorausgeschickt, ergibt sich unsere nachfolgende Sichtweise.

Ausweisung neuer Baugebiete

Die Gemeinde kann nicht einfach und völlig frei Baugebiete ausweisen, damit alle bauen können. Es gibt hauptsächlich die nachfolgenden Abhängigkeiten:

  • Der Zukauf von Land gestaltet sich äußerst schwierig, aufgrund der angespannten Lage im Flächenbedarf für die Landwirtschaft. Nahezu alle Erweiterungsflächen, die derzeit nicht in der Planung sind, gehören privaten Eigentümern.
  • Erweiterungsflächen müssen im Vorfeld mit der Bezirksregierung abgestimmt werden. Ein grenzenloses Wachstum ist nicht möglich. Die Grenzen sind derzeit erreicht.
  • Über ökologische Ausgleichsmaßnahmen im Bereich von Bau- und Naturdenkmälern kann nicht einfach hinweggegangen werden.
  • Obwohl im Gemeindegebiet in den letzten Jahren verhältnismäßig viel Bauland ausgewiesen wurde und in den kommenden Jahren ausgewiesen wird, ist aufgrund der anhaltend großen Nachfrage der Bedarf nicht zu decken. Jedenfalls nicht allein über die Ausweisung neuer Baugebiete.

Wir können nicht endlos und immer flächenintensiver bauen

Wohnen und bauen muss neu überdacht werden, vor allem wenn die Bevölkerungsentwicklung auf dem jetzigen Niveau bleibt – wovon auszugehen ist. Seit 1965 hat sich der Wohnraum pro Person verdoppelt. Und er steigt immer noch. Die durchschnittliche Pro-Kopf-Wohnfläche in Deutschland lag 1965 bei 22 qm, 1992 bei 35 qm und 2019 bei 47 qm – Quellen: Statista/Umweltbundesamt

Das ist ökologisch nicht vertretbar, und es ist auch ökonomisch wenig sinnvoll. Deswegen unterstützen die FWA bei künftigen Baugebieten auch Möglichkeiten für neue Wohnkonzepte, wie z.B. Mehrgenerationenwohnraum und die Kleinhausbewegung (tiny house). Ebenso brauchen wir dringend bezahlbaren Wohnraum.

Der Bau von Einfamilienhäusern kann aus den genannten Gründen nicht die höchste Priorität haben.

Nachverdichtung muss sorgfältig abgewogen werden

In vielen Bereichen ist eine Nachverdichtung durchaus möglich, allerdings müssen Grün-, Erholungs- und Spielflächen – kurzum Flächen mit ortsbildprägendem Charakter geschützt werden. Als Beispiel seien hier nur die Geistgärten im Ortsteil Herbern genannt. Die wenigen hier möglichen Bauplätze würden den Nachfragebedarf nicht stillen, dafür aber deutliche Nachteile für die Allgemeinheit mit sich bringen. Ebenso müssen Nachverdichtungen mit Mehrfamilienhäusern kritisch begleitet werden, was die Parkplatzsituation, Verkehrsentwicklungen und Nachbarinteressen angeht.

Neue Nutzung von Bestandsimmobilien

Eine bereits vorhandene Entwicklung, die sich in den nächsten Jahren noch beschleunigen wird, sehen wir als derzeit größtes Potenzial für Familien: Etliche große Ein- und Zweifamilienhäuser könnten neu genutzt werden. Jedoch hat die Gemeinde und somit auch die Politik wenig Einfluss auf den Umgang mit Privateigentum (Verkauf oder Vermietung? Verkaufspreis?). Wir werden uns dafür einsetzen, dass die Rahmenbedingungen möglichst gut gestaltet werden. So schlagen wir einen Angebotspool von Bestandsimmobilien für Gemeindebürger vor. Potenzielle Verkäufer, die ihr Haus nur an Bürger aus der Gemeinde veräußern möchten, sollen durch Beratung und ggf. Bebauungsplanänderungen konstruktiv begleitet werden. Von Bauwilligen sollte auch in Betracht gezogen werden, ein Bestandgebäude zu erwerben, um daraus mit Augenmaß und Verstand das neue Traumhaus zu formen. Für jene, die sich von der Last ihres zu groß gewordenen Hauses befreien möchten, muss die Perspektive auf flächenmäßig angemessenen und altersgerecht gestalteten Wohnraum dringend verbessert werden.

Unser Fazit

Vollmundige Versprechen nach dem Motto Jedem Bauwilligen ein Bauplatz sind absurd. Es besteht unserer Überzeugung nach aber berechtigte Hoffnung, dass sich in den nächsten Jahren durch die ausgeführten Maßnahmen die Lage entspannen wird.

Bürgermeister:

Wer Bürgermeister oder Bürgermeisterin wird, entscheiden die Bürger und Bürgerinnen. Uns ist wichtig, dass das Amt des Bürgermeisters als Leiter der Verwaltung keine „Kungelei“ mit einzelnen Bürgern und mit keiner Partei betreibt. Vielmehr sollte die Bürgermeisterin bzw. der Bürgermeister allparteilich agieren und offen die Beratung im Rat suchen und Sachverhalte sachlich mitentscheiden.

Bürgerwindpark:

Um die Windkraft ist es aufgrund der Flugsicherung derzeit etwas ruhiger geworden. Grundsätzlich sind aber zukünftig Windkraftanlagen für eine Energiewende auf unserem Gemeindegebiet möglich und wichtig. Wir werden uns, soweit es möglich ist, für die Umsetzung von Bürgerwindanlagen einsetzen. Das bedeutet, seriöse investieren zu können und auch zu 100% an der Rendite teilhaben zu können. Weitere Möglichkeiten: siehe Windenergie.

Car-Sharing:

Wo der Parkraum knapp wird und der Pendelverkehr groß ist, wollen wir beste Rahmenbedingungen für neue Mobilitätskonzepte wie Car-Sharing und Fahrgemeinschaften schaffen. Damit wird nicht nur unsere Infrastruktur entlastet, sondern wir wollen damit auch die Mobilität jener Bürger erhöhen, die auf ein eigenes KFZ verzichten. Wir wollen die Ladeinfrastruktur für Elektromobilität ausbauen, denn Deutschland liegt hier im Vergleich mit anderen Ländern weit zurück. Der Umstieg auf emissionsfreie Mobilität wird aufgrund von noch begrenzten Reichweiten zwar erschwert, doch gerade in Ballungsgebieten kann sie auf kurzen Distanzen höchst attraktiv werden. Wichtig ist deshalb ein rascher Aufbau der Schnellladeinfrastruktur. Dennoch müssen natürlich der öffentliche Nahverkehr, sowie die Fahrrad-Infrastruktur verbessert werden, um den Individualverkehr mit dem KFZ zu reduzieren.

Davensberg:

Der Ortsteil Davensberg bietet bereits heute ein hohes Maß an Lebensqualität für seine Bewohner.

Ziel der Freien Wähler Ascheberg ist es, diese Lebensqualität zu erhalten und fehlende Angebote zu ergänzen.

Um auch im fortgeschrittenen Alter diese schöne Heimat nicht verlassen zu müssen wollen wir uns für den Ausbau von Angeboten im Bereich der Tages- und Kurzzeitpflege einsetzen. Darüber hinaus ist es eines unserer Ziele uns für Wohnkonzepte und mehr Angebote für ältere Mitbürger mit und ohne Pflegebedarf einzusetzen. Mit unserer Arbeit möchten wir auf die Schaffung der planungsrechtlichen Grundlagen für entsprechende Angebote hinwirken.

Für die Familienfreundlichkeit des Ortsteils Davensberg ist außerdem natürlich auch ein zufriedenstellendes und bedarfsgerechtes KiTa-Angebot wichtig. Nicht zuletzt nach der Schaffung des neuen Baugebietes Hemmen ist es wichtig den mittel- und langfristigen Bedarf im Auge zu behalten und Angebote an gut und sicher erreichbaren Standorten zu schaffen.

Ehrenamt:

Wir wollen, dass bürgerschaftliches Engagement eine höhere gesellschaftliche Wertschätzung erfährt. Die Freiwilligendienste müssen zügig ausgebaut und gestärkt werden. Wir wollen eine breitflächige Etablierung von Ehrenamtslotsen als Ansprechpartner und Vermittler für Bürger, die sich gerne in die Gesellschaft einbringen möchten.

Eichenprozessionsspinner (EPS):

Ein von uns bevorzugter Ansatz zum generellen Umgang mit diesem Thema ist die Förderung und Stärkung der natürlichen Feinde des EPS (Insekten, Käfer und Vögel). Es müssen Maßnahmen ergriffen werden, damit sich die Bestände seiner Fressfeinde wieder erholen. Hierzu zählen u.a. die prozentuale Rückführung von Ackerland zu nicht-bewirtschafteten Flächen (unter Berücksichtigung von Entschädigungen). Das Problem der Eichenprozessionsspinner hat sich über viele Jahre hinweg entwickelt und wird nicht mit sinnvollen und ökologisch vertretbaren Mitteln kurzfristig zu lösen sein. Dennoch muss natürlich in Fällen mit akuten Gefährdungen für Menschen (z.B. in der Nähe von Kindertagesstätten und Schulen oder auch in Wohngebieten) mit ökologisch vertretbaren Mitteln und unter Berücksichtigung der Verhältnismäßigkeit kurzfristig Abhilfe geschaffen werden.

Extremismus:

Unabhängig von der ideologischen Ausrichtung sind Extremisten Feinde unserer freiheitlich demokratischen Grundordnung und müssen mit allen Mitteln unserer wehrhaften Demokratie bekämpft werden. Auf rechtes, linkes und religiös motiviertes Handeln gegen unseren Staat müssen wir reagieren. Wir wollen, dass religiös extremistische Vereine, wie beispielsweise salafistische Gruppierungen, konsequent verboten werden. Ihr Handeln ist mit unserer freiheitlichen Ordnung nicht vereinbar. Wir halten es zudem für erforderlich, dass der Verfassungsschutz auch Radikalisierungen an der Grenze zwischen Rechts- und Linkspopulismus auf der einen Seite sowie Rechts- und Linksextremismus auf der anderen Seite im Blick hält.

Familien:

Für die meisten Menschen ist ihre Familie der Lebensmittelpunkt. Sie steht im Zentrum der Lebensplanung. In der Familie sollen Kinder geborgen und geschützt aufwachsen und in die Gesellschaft hineinwachsen. Die aktuelle Elterngeneration steht leider oft unter Druck von mehreren Seiten: neben den Herausforderungen ihrer eigenen Familie möchte sie auch im Beruf bestehen und nicht selten soll sie darüber hinaus auch für die vorhergehende Generation mit da sein. Nach dem Willen der FWA sollen Familien in unserer Gemeinde daher möglichst viel Unterstützung erhalten. Wichtig für Familien sind vor allem drei Faktoren: Zeit, Geld und die nötige Infrastruktur. Unser Wirkungskreis in der Kommunalpolitik beschränkt sich vor allem auf das Vorhalten der Infrastruktur: gute Betreuungsangebote in allen Ortsteilen, vor allem für Kinder im Kindergarten- und Grundschulalter, gute Betreuungs- und Pflegeangebote in allen Ortsteilen für Senioren, Verbesserung der individuellen Mobilität für Menschen ohne eigenen PKW (s.a. Mobilität, ÖPNV, Ortsbus) und schließlich die bestmögliche Unterstützung von Vereinen und Initiativen, die sich für ein vielfältiges Freizeitangebot für Kinder, Jugendliche und Senioren engagieren.

Gentechnik

Die FWA betrachten Gentechnik in der Landwirtschaft als unbeherrschbares Risiko. Es entstehen noch mehr Monokulturen auf dem Acker, die Abhängigkeiten von Chemiekonzernen wird noch größer und wer kann schon seriös die langfristigen und umumkehrbaren Gefahren für Menschen, Tiere und Umwelt ausschließen? Wir lehnen daher den Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen ab und halten ein nationales Anbauverbot von auf diese Weise veränderten Pflanzen für richtig. Patente auf Pflanzen und Tiere lehnen wir ab.

Gewerbegebiete:

In Punkto Gewerbegebiete sind wir aktuell in Ascheberg und Herbern sehr gut aufgestellt und halten große Potenziale für Erweiterungen und Neuansiedlungen vor. Das in Planung befindliche Gebiet Ondruper Straße/Schwatte Pättken in Herbern muss aus unserer Sicht in puncto Erschließung und ökologischem Ausgleich noch verbessert werden.

Glasfaser:

Ascheberg ist eine der ersten Kommunen mit einem flächendeckenden Glasfaserangebot. Dies ist dem herausragenden Engagement der Bürger in den Außenbereichen (ohne Fördermittel!) zu verdanken, zusätzlich zu den wohlwollenden Unterstützung der Gemeinde plus der Umsetzung eines Angebotes durch Unitymedia. Grundsätzlich sehen wir das Netzfreiheitsgesetz allerdings sehr kritisch. Wir sehen in puncto Infrastruktur die zunehmende Liberalisierung und den weiteren Rückzug des Staates kritisch.

Hallenbad:

Vielen Städten und Gemeinden ist es aufgrund ihrer finanziellen Situation nicht länger möglich, Schwimmbäder zu unterhalten. Doch sind solche Einrichtungen für die Freizeitgestaltung wichtig, und damit die Kinder das Schwimmen überhaupt erst erlernen. Wir wollen deshalb finanzielle Anreize schaffen, um eine flächendeckende Schwimmbadversorgung sicherzustellen.

Inklusion:

Wir wollen, dass alle Kinder eine gleichberechtigte und uneingeschränkte Teilhabe an allen Aktivitäten des schulischen Lebens erhalten. Inklusion ist eine große Herausforderung, die bundesweit an den Schulen umgesetzt werden muss. Die Qualität des Unterrichts darf nicht unter neuen Zusatzaufgaben der Lehrkräfte leiden. Inklusion wird erfolgreich sein, wenn weiteres Fachpersonal, insbesondere pädagogisches und medizinisches Fachpersonal, ausreichend zur Verfügung steht. Dies wollen wir zum Wohle aller Kinder, Jugendlicher und junger Erwachsener für ein gemeinsames und erfolgreiches Lernen sicherstellen. Das Bundesteilhabegesetz wollen wir in vollem Umfang umsetzen. Dabei hat der Bund für eine ausreichende finanzielle Ausstattung der Aufwandsträger Sorge zu tragen. Inklusion darf nicht zu einer zusätzlichen Belastung der Kommunen führen.

Jugend:

Kinder und Jugendliche sind unsere Zukunft. Sie bedürfen der besonderen Aufmerksamkeit und des Schutzes von Politik und Gesellschaft. Wir FREIEN WÄHLER sehen die Jugendpolitik als Schnittstelle zu unterschiedlichen Bereichen wie Bildung und Ausbildung, Gesundheit und Jugendschutz, Medien und Kultur sowie außerschulische Betreuungs- und Fürsorgeleistungen. Wir möchten jungen Menschen ein Umfeld schaffen, in dem sie sich zu selbstbewussten und selbstständigen Bürgern entwickeln können. Wer sich als Teil des Ganzen sieht, ist auch bereit gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen. Dazu sind Kommunikation, respektvoller Austausch und Kooperation mit den jungen Menschen vonnöten.

Wir wollen den Kinder- und Jugendschutz verstärken – besonders in den Bereichen Gesundheit und Medien. Wir FREIEN WÄHLER wünschen Programme, die altersgerechte Anwendungen von Internet und Medien vermitteln und forcieren den Ausbau der Sucht- und Gewaltprävention. Ziel der intensivierten Präventionsarbeit ist das Erlernen eines vernünftigen, sachgerechten Umgangs mit den Möglichkeiten und Herausforderungen unserer Gesellschaft.

Wir streben den Ausbau von wertorientierter Jugendarbeit an. Jugendorganisationen und freie Träger verfügen über große Kompetenz im Umgang mit jungen Menschen und müssen daher finanziell bedarfsgerecht ausgestattet werden. Gerade bei Kindern und Jugendlichen wollen wir Interesse an Vereinsmitgliedschaften und ehrenamtlichem Engagement wecken. Vor allem Jugendlichen aus sozial benachteiligten Familien soll der Zugang zu einer sinnvollen wie pädagogisch hochwertigen Jugend- und Vereinsarbeit gewährt werden.

Kläranlage:

Hier unterstützen wir die Bündelung der Abwasserbehandlung am Standort Ascheberg und den Ausbau der vierten Reinigungsstufe dort. Eine umfassende Sanierung und Aufwertung am Standort Herbern wäre nicht sinnvoll. Zudem können regenerative Energiegewinnung und energiesparender Betrieb an einem zentralen Standort deutlich verbessert werden.

Kultur:

Deutschland besitzt ein reiches und vielfältiges kulturelles Erbe. Kultur bereichert das Leben aller und stiftet Identität. Wir FREIEN WÄHLER setzen uns dafür ein, dass das auch weiterhin so bleibt.

Wir möchten Kunst und Kultur aktiv pflegen und fördern, um Traditionen zu bewahren, die geistigen Werte für nachfolgende Generationen zu sichern und um kreatives Schaffen auch künftig zu ermöglichen.

Wir unterstützen die Tradierung und kreative Weiterentwicklung von Kunst aller Gattungen sowie die Ausbildung kultureller Kompetenz in jedem Lebensalter.

Wir FREIEN WÄHLER setzen uns dafür ein, die kulturelle Vielfalt und Tradition zu bewahren und zu fördern.

Wir stehen zur Freiheit der Kunst und zu einer Kultur der Erinnerung, welche auch die Höhen und Tiefen der deutschen Geschichte berücksichtigt.

Landwirtschaft:

Die Landwirtschaft ist zunächst eine prägende Kraft auf fast 90 % unserer Gemeindefläche (80% landwirtschaftliche Flächen, 10 % Wald). Wir wollen alles daran setzen, in einen ernsthaften Dialog mit der Landwirtschaft zu treten für eine Verbesserung von entschädigten Naturzonen (Flächenstilllegungen). Die bereits umgesetzten Blühstreifen auf einer Fläche, die im Promillebereich liegt, sind aus unserer Sicht nur Augenwischerei. Grundsätzlich möchten wir aber auch unterstützend für den Erhalt der bäuerlichen Landwirtschaft und für eine zukunftsfähige Umstrukturierung tätig sein. Unser Vorsitzender Frank Holtrup war zu diesem Thema bereits im März 2018 im Bundeslandwirtschaftsministerium geladen.

Lokale Versorgung:

Viele Menschen zieht es zwar auf’s Land, doch wird in der Realität der Alltag in kleinen Gemeinden bzw. Ortsteilen immer mühsamer. Viele Bedürfnisse lassen sich ohne eigenen Pkw gar nicht mehr erledigen, sei es der Arztbesuch oder das Einkaufen für den täglichen Bedarf. In unseren drei Ortsteilen gibt es derzeit zwar noch alle Dinge des täglichen Bedarfs sowie die notwendige medizinische Versorgung, doch steht zu befürchten, dass das nicht auf Dauer so bleibt, wenn nicht rechtzeitig die Weichen gestellt werden. Soweit das in der Kommunalpolitik machbar ist, sollten Kaufleute daher bestmögliche Unterstützung erhalten, wenn sie sich für die zukunftssichere Versorgung in DAH engagieren. Die FWA fordern aber auch die BürgerInnen dazu auf, den örtlichen Handel dadurch zu unterstützen, dass sie dort einkaufen und nicht mit dem Pkw zig Kilometer fahren, um bei irgendeinem entfernten Discounter ein paar Cent zu sparen. Denn dann trägt das Auto zum Ladensterben bei, während das immer dünnere Ladennetz gleichzeitig das Auto zunehmend unentbehrlich macht. Ein Teufelskreis, der übrigens auch beim Thema Mobilität auf dem Lande seine Wirkung entfaltet (s. Mobilität, ÖPNV, Ortsbus).

Nachverdichtung:

Grundsätzlich sind wir dafür Nachverdichtungspotenziale mit Augenmaß zu ermöglichen. Dafür allerdings die ortsprägenden Strukturen aufzugeben, wie z.B. die Geistgärten in Herbern lehnen wir entschieden ab und werden diesbezüglich alles versuchen, um eine Nachverdichtung dort zu verhindern. Ein immer wichtigeres Thema wird die Neunutzung von Bestandimmobilien. Hier sehen es die FWA als erforderlich an, alte Bebauungspläne klug anzugehen, um den neuen Eigenheimgenerationen Ausbau und Umbau als sinnvolle und nachhaltige Nachnutzung von Bestandsimmobilien zu ermöglichen. (s. Bauen)

Parkplätze:

Die FWA werden sich einerseits für eine Stellplatzverordnung einsetzen, die vorsieht, bei Wohnbauprojekten mit mehr als drei Wohneinheiten 1,5 Stellplätze (aufgerundet) vorzuhalten (aktuell 1,0). Wir sehen dies als ein wichtiges Steuerungsinstrument, um die reale Anzahl an Stellplätzen auch von Investoren zu fordern. Zudem sollten, wie aktuell bereits geschehen (s. Amtswiese Herbern), bereits vorhandene Potenziale genutzt werden, um ein Parken innerorts zu ermöglichen. Es ist bedauerlich und die Gründe sind vielschichtig, aber Tatsache ist: In Relation zur Einwohnerzahl werden leider zu viele KFZ vorgehalten.

Pestizide:

Der notwendige Umbau und die Verbesserung von Strukturen in Bezug auf Artenschutz und Klimaschutz unter Einbeziehung der Landwirtschaft ist eines der zentralen Themen der Freien Wähler Ascheberg e.V. Um es an einem Beispiel zu erklären: Die seit einigen Jahren steigende Population von Eichenprozessionsspinnern in unseren Regionen hat verschiedene Ursachen, zu denen auch der Klimawandel und das Verschwinden bzw. der Mangel natürlicher Fressfeinde dieser Plagegeister zählen. Auch dies ist zu einem großen Teil ein von Menschenhand herbeigeführtes Problem. Diesem Problem nun ausnahmslos und in allen Fällen mit chemischen Mitteln zu begegnen, ohne hierbei die daraus resultierenden weiteren (zum Teil langfristigen) Folgen und Nebenwirkungen in Betracht zu ziehen ist ein falscher Weg. Eine ganzheitliche Betrachtung ist hier (wie auch bei den meisten anderen wichtigen Themen in der Gemeinde) elementar wichtig, damit wir nicht heute mit chemischen Mitteln ein akutes Problem beseitigen und gleichzeitig ein neues Problem für künftige Generationen erzeugen.

Pflege
Aufgrund der demographischen Entwicklung wird die Anzahl der pflegebedürftigen Menschen in den kommenden Jahren dramatisch zunehmen. Insbesondere die an Demenz Erkrankten bedürfen unserer besonderen Aufmerksamkeit.
(1) Wir setzen uns für das Nebeneinander von häuslicher und stationärer Pflege sowie für die Förderung alternativer Wohnformen ein.
(2) Durch mehr Mitmenschlichkeit, Kreativität und Entbürokratisierung wollen wir Pflegekosten einsparen. Hierzu wollen wir die Betreuung pflegebedürftiger älterer Menschen wohnort- und familiennah sicherstellen und setzen uns deshalb für die Stärkung der ambulanten Pflege ein.
(3) Deutschland benötigt eine Offensive für Pflegekräfte. Deshalb fordern wir FREIEN WÄHLER eine Aufwertung der Pflegeberufe, insbesondere ihre finanzielle Besserstellung.
(4) Wir fordern eine grundlegende Reform der Pflegeversicherung, insbesondere die Umsetzung des neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs.

Polizeipräsenz:

Das persönliche Sicherheitsgefühl der Bürger muss in Folge steigender Einbruchskriminalität und der Zunahme der Straftaten sichergestellt bzw. wiederhergestellt werden. Wir wollen deshalb mehr Investitionen in Polizeipersonal und Sachmittel, um die Polizeipräsenz und die Aufklärungskapazitäten von Straftaten zu erhöhen.

Region und Heimat:

Lokal verwurzelte Menschen sind glückliche Menschen. Wir stehen daher für starke Regionen, ehrenamtliches Engagement und eine intakte Heimat. Deswegen treten wir für die Förderung der lokalen Wirtschaft, für solide Kommunalfinanzen und für die bäuerliche Landwirtschaft ein. Wir lehnen die Privatisierung der öffentlichen Daseinsvorsorge (Wasser, Krankenhäuser, Entsorgung, ÖPNV u.v.m.) konsequent ab. Stabile Gemeinden, Städte und Kreise sind ein Garant für eine lebenswerte Heimat.

Respekt:

Eine Gesellschaft ist keine lose Ansammlung rücksichtsloser Individualisten. Unser Ziel ist eine solidarische Gesellschaft, in der Respekt vor der Freiheit eines jeden Einzelnen herrscht, aber auch Respekt vor den Werten der Mehrheitsgesellschaft. Wir wollen Parallelgesellschaften durch ein Einwanderungsgesetz vorbeugen. Menschen müssen im Alter ihre Würde behalten, dazu braucht es auskömmliche Renten und ein hochwertiges Pflegeangebot.

Schulen:

Für Familien ist die Verfügbarkeit von Schulen und Kindergärten eine wichtige Voraussetzung, um ihre Zukunft in den ländlichen Räumen zu planen. Wir wollen deshalb sicherstellen, dass diese Einrichtungen flächendeckend verfügbar bleiben.

Senioren:

Wir FREIEN WÄHLER haben uns zum Ziel gesetzt, Senioren aktiv in die Gesellschaft einzubinden.

Die älteren Bürger wertzuschätzen und ihre Potenziale anzuerkennen, ist uns wichtig. Gerade zur Stärkung des ehrenamtlichen, sozialen und kommunalen Engagements sind Erfahrung und Tatkraft der älteren Generation von hohem Wert.

Wir bevorzugen eine Mehrgenerationenpolitik, die den Gedanken der Teilhabe ins Zentrum rückt. Damit „Eigenheim statt Pflegeheim“ als Grundsatz gelten kann, wollen wir uns für generationsübergreifende Wohnformen und Betreuungsnetzwerke einsetzen. Wir wollen mobilen und aktiven Senioren die Möglichkeit bieten, sich in allen Bereichen der Gesellschaft wesentlich stärker einzubringen.

Sport:

Sport hat einen sehr hohen Stellenwert. Getragen wird der Sport von Vereinen auf ehrenamtlicher Basis. Die vielfältigen positiven Funktionen des Sportes, sei es Integration oder auch Inklusion, erfordern daher eine verlässliche Grundlage des Bundes für den Leistungs- sowie wie für den ehrenamtlich getragenen Vereins- und Freizeitsport.

Jeder Bürger sollte die Möglichkeit haben, sich entsprechend seiner Interessen und Fähigkeiten sportlich zu betätigen. Die Angebote sportlicher und sportlich-spielerischer Betätigung speziell für Kinder und Jugendliche sind zu sichern, aber auch zu erweitern. Hierbei werden eine engere Zusammenarbeit von Schule und Sport mit den Vereinen und die Schaffung von Ganztagsangeboten von den FREIEN WÄHLERN gefordert. Die FREIEN WÄHLER sehen ganz besonders den präventiven Charakter des Sports für die Gesundheit. Speziell vor dem Hintergrund des demografischen Wandels bietet der Sport hervorragende Möglichkeiten zur Wiederherstellung der Gesundheit und den Erhalt der Leistungsfähigkeit.

Die FREIEN WÄHLER sprechen sich ausdrücklich dafür aus, das Ehrenamt im Sport zu stärken. Die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen schöpferisch und eigenverantwortlich ihre sportlichen Aktivitäten ausüben zu können, ist im ganz besonderen Interesse der FREIEN WÄHLER.

Vereinswesen: 

Wir wollen das Vereinswesen unterstützen. Es ist ein zentraler Baustein der Integration und bietet gerade den Jugendlichen Zugang zu sinnvollen gemeinnützigen und pädagogisch hochwertigen Betätigungen. Hierzu werden Familienzentren benötigt, die die Vereinbarkeit von Bildung, Erziehung und Betreuung mit dem Vereinswesen vernetzen. Auch für die Generation 65+ wollen wir das ehrenamtliche Engagement stärken.

Windenergie:

Windenergie ja, aber mit Augenmaß und Vernunft! Die FWA sind gewappnet für den Fall einer Wiederaufnahme der Umsetzung von Windenergieanlagen. Für uns bedeutet das, dass es unabdingbar ist, auf die bereits festgelegten Zonen einen Bebauungsplan zu legen, der dreierlei festlegt: einen Höhenkorridor (von 170 m bis 210 m), Abstände zu jeglicher Wohnbebauung (dreifacher Abstand der Windanlagenhöhe) und natürlich die Verpflichtung der Bürgerbeteiligung. Ein solcher Bebauungsplan erhöht zudem die Beklagungssicherheit gegen Investoren die anderswo im Gemeindegebiet ohne weitergehende Regeln bauen möchten. Siehe auch „Bürgerwindpark“.

ÖPNV: 

Wir wollen einen starken öffentlichen Personennahverkehr in der Gemeinde. Er gewährleistet eine umweltfreundliche Mobilität in unserer Gemeinde und erhöht damit die Lebensqualität der Bürger.